Gerade in den Sommermonaten kursieren zahlreiche Tipps rund um Sonne, Hitze und Gesundheit. Manche davon sind hilfreich – andere halten sich hartnäckig, obwohl sie medizinisch nicht richtig sind.
Im Rahmen des UV Safety Awareness Month lohnt sich ein Blick auf einige der häufigsten Gesundheitsmythen.
Mythos 1: “Im Schatten bekommt man keinen Sonnenbrand.”
Falsch.
Auch im Schatten erreicht ultraviolette Strahlung die Haut. UV-Strahlen werden von Wasser, Sand, Glas oder hellen Oberflächen reflektiert und können selbst bei indirekter Sonneneinstrahlung Hautschäden verursachen.
Mythos 2: “Jeder Mensch muss täglich genau zwei Liter Wasser trinken.”
Nicht ganz.
Der Flüssigkeitsbedarf ist individuell. Alter, Körpergewicht, körperliche Aktivität, Ernährung und Aussentemperatur beeinflussen, wie viel Flüssigkeit der Körper tatsächlich benötigt.
Mythos 3: “Jede Sonnenbrille schützt die Augen.”
Falsch.
Entscheidend ist nicht die Tönung der Gläser, sondern ein zuverlässiger UV-400-Schutz. Ohne ausreichenden UV-Filter können dunkle Gläser sogar dazu führen, dass mehr schädliche UV-Strahlung ins Auge gelangt, da sich die Pupillen erweitern.
Mythos 4: “An bewölkten Tagen braucht man keinen Sonnenschutz.”
Falsch.
Ein grosser Teil der UV-Strahlung dringt auch durch Wolken. Deshalb besteht das Risiko für Sonnenbrand oder langfristige Hautschäden selbst dann, wenn die Sonne kaum sichtbar ist.
Mythos 5: “Bluthochdruck merkt man sofort.”
Falsch.
Bluthochdruck entwickelt sich häufig schleichend und verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Gerade deshalb gilt er als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmässige Blutdruckkontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Fazit
Gesundheitsmythen können harmlos erscheinen – manchmal führen sie jedoch dazu, dass Risiken unterschätzt werden oder wichtige Vorsorgemassnahmen unterbleiben.
Ein bewusster Umgang mit wissenschaftlich fundierten Informationen hilft dabei, die eigene Gesundheit langfristig zu schützen. Ob Sonnenschutz, ausreichende Flüssigkeitszufuhr oder regelmässige Vorsorgeuntersuchungen: Oft sind es die kleinen, gut informierten Entscheidungen, die einen grossen Unterschied machen.