Osteoporose vorbeugen: Was unsere Knochen langfristig stark hält

Unsere Knochen bilden ein stabiles Gerüst für den Körper – gleichzeitig handelt es sich um lebendiges Gewebe, das sich im Laufe unseres Lebens kontinuierlich verändert.

Mit zunehmendem Alter kann mehr Knochenmasse abgebaut als neu aufgebaut werden. Bei Osteoporose nimmt die Stabilität der Knochen so weit ab, dass das Risiko für Knochenbrüche steigt.

Das Problem: Dieser Prozess verursacht häufig lange keine eindeutigen Beschwerden. Umso wichtiger ist es, die Knochengesundheit nicht erst dann zum Thema zu machen, wenn bereits Probleme entstanden sind.

Bewegung stärkt nicht nur die Muskeln

Regelmässige körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil der Knochengesundheit.

Besonders Bewegung, bei der die Knochen belastet und die Muskulatur beansprucht wird, kann zum Erhalt von Knochen und Muskelkraft beitragen. Gleichzeitig können Kraft, Koordination und Gleichgewicht trainiert werden – Faktoren, die insbesondere im höheren Alter auch für die Sturzprävention wichtig sind.

Die Art und Intensität der Bewegung sollte dabei zur individuellen körperlichen Situation passen.

Ernährung und Knochengesundheit

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium ist für den Erhalt normaler Knochen notwendig. Ebenso ist Vitamin D für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung.

Nahrungsergänzungsmittel sollten jedoch nicht automatisch eingenommen werden. Ob eine zusätzliche Versorgung sinnvoll oder notwendig ist, hängt von der persönlichen Ernährung, Gesundheit und möglichen Risikofaktoren ab und kann ärztlich beurteilt werden.

Wer hat ein erhöhtes Osteoporoserisiko?

Das Risiko für Osteoporose steigt unter anderem mit zunehmendem Alter. Auch die hormonellen Veränderungen nach der Menopause können eine wichtige Rolle spielen.

Weitere Faktoren können beispielsweise familiäre Vorbelastung, niedriges Körpergewicht, bestimmte chronische Erkrankungen oder die längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente sein.

Nicht jeder Risikofaktor bedeutet automatisch, dass eine Osteoporose besteht. Mehrere Faktoren können jedoch Anlass sein, die persönliche Knochengesundheit mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen.

Wann ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?

Eine Knochendichtemessung ist nicht automatisch für jeden Menschen notwendig.

Ob sie empfohlen wird, hängt vom persönlichen Risikoprofil ab. Alter, Vorerkrankungen, Medikamente, frühere Knochenbrüche und weitere Faktoren können bei dieser Entscheidung berücksichtigt werden.

Die ärztliche Beratung hilft dabei, das individuelle Risiko einzuschätzen und zu entscheiden, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Knochengesundheit beginnt mit Vorsorge

Osteoporose ist vor allem deshalb tückisch, weil der Verlust an Knochenmasse lange unbemerkt bleiben kann.

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und die frühzeitige Beurteilung persönlicher Risikofaktoren können deshalb wichtige Bestandteile der Vorsorge sein.

Starke Knochen sind kein Thema nur für das hohe Alter. Knochengesundheit begleitet uns ein Leben lang.

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