Weltherztag: 7 Tipps für ein gesundes Herz

Unser Herz schlägt rund um die Uhr und versorgt den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Trotzdem schenken wir unserer Herzgesundheit häufig erst dann besondere Aufmerksamkeit, wenn Beschwerden auftreten.
Der Weltherztag am 29. September ist eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, dass Herz-Kreislauf-Prävention bereits lange vorher beginnt.
Nicht jeder Risikofaktor lässt sich beeinflussen. Alter, genetische Veranlagung und bestimmte Erkrankungen gehören beispielsweise dazu. Viele andere Faktoren können wir jedoch im Alltag mitgestalten.

  1. Regelmässig in Bewegung bleiben
    Körperliche Aktivität unterstützt das Herz-Kreislauf-System und wirkt sich unter anderem positiv auf Blutdruck, Stoffwechsel und körperliche Leistungsfähigkeit aus.
    Dabei muss Bewegung nicht immer intensiver Sport sein. Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder andere Aktivitäten können einen wertvollen Beitrag leisten.
    Entscheidend ist vor allem die Regelmässigkeit. Wer bisher wenig aktiv war oder bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, sollte Art und Intensität der Bewegung gegebenenfalls ärztlich besprechen.
  2. Den eigenen Blutdruck kennen
    Bluthochdruck kann über lange Zeit bestehen, ohne deutliche Beschwerden zu verursachen.
    Unbehandelt kann er jedoch Herz und Blutgefässe belasten und das Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
    Deshalb lohnt es sich, den eigenen Blutdruck zu kennen und erhöhte Werte ärztlich beurteilen zu lassen.
  3. Herzgesund essen
    Eine herzfreundliche Ernährung muss nicht kompliziert sein.
    Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und andere möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel können regelmässig auf dem Speiseplan stehen. Gleichzeitig ist ein bewusster Umgang mit stark verarbeiteten Lebensmitteln, Salz, Zucker und ungünstigen Fettquellen sinnvoll.
    Entscheidend ist nicht eine einzelne Mahlzeit, sondern das langfristige Ernährungsmuster.
  4. Auf Tabak verzichten
    Rauchen belastet Herz und Blutgefässe und ist ein wichtiger vermeidbarer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
    Ein Rauchstopp lohnt sich für die Gesundheit in jedem Alter. Wer Schwierigkeiten hat, allein aufzuhören, kann professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
  5. Cholesterin und Blutzucker im Blick behalten
    Erhöhte Blutfettwerte und Diabetes können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen.
    Da entsprechende Veränderungen nicht unbedingt Beschwerden verursachen, können medizinische Kontrollen – abhängig von Alter, Vorerkrankungen und individuellem Risikoprofil – sinnvoll sein.
    Welche Werte und Kontrollintervalle relevant sind, sollte individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
  6. Schlaf und Erholung nicht unterschätzen
    Herzgesundheit besteht nicht nur aus Ernährung und Bewegung.
    Ausreichender Schlaf und regelmässige Erholungsphasen gehören ebenfalls zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil. Anhaltende Schlafprobleme sollten ernst genommen werden – insbesondere, wenn weitere Beschwerden wie ausgeprägte Tagesmüdigkeit oder Atemprobleme während des Schlafs hinzukommen.
  7. Vorsorge individuell planen
    Nicht jeder Mensch hat dasselbe Herz-Kreislauf-Risiko.
    Familiengeschichte, Alter, Blutdruck, Cholesterin, Diabetes, Rauchen und bestehende Erkrankungen ergeben gemeinsam ein individuelles Risikoprofil.
    Die Hausärztin, der Hausarzt oder die Kardiologie können dabei helfen, dieses Risiko einzuordnen und festzulegen, welche Kontrollen oder weiteren Untersuchungen sinnvoll sind.
    Warnzeichen nicht ignorieren
    Prävention ist wichtig – ebenso wichtig ist es, mögliche akute Beschwerden ernst zu nehmen.
    Neu auftretende starke Beschwerden im Brustbereich, insbesondere zusammen mit Atemnot, Kreislaufproblemen oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands, sollten umgehend medizinisch beurteilt werden.
    Bei einem vermuteten medizinischen Notfall sollte nicht auf einen regulären Arzttermin gewartet werden.
    Weltherztag: Herzgesundheit beginnt heute
    Für die Gesundheit des Herzens gibt es keine einzelne Massnahme, die alles entscheidet.
    Vielmehr geht es um das Zusammenspiel aus Bewegung, Ernährung, Rauchfreiheit, Kontrolle wichtiger Risikofaktoren und einer medizinischen Vorsorge, die zur persönlichen Situation passt.
    Der Weltherztag ist deshalb nicht nur ein Tag der Aufmerksamkeit. Er kann auch ein guter Anlass sein, sich eine einfache Frage zu stellen:
    Was kann ich heute für mein Herz tun? ❤️
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